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Rettungsaktion für Goldfisch Nemo

Rettungsaktion für Goldfisch Nemo
Anette Regenhardt und Dr. Jörg Siekmöller vom Bürgerverein Metzkausen haben sich dafür eingesetzt, dass Nemo gerettet wird. FOTO: TB
Mettmann. Bereits zum zweiten Mal ist einer der Teiche an der Kantstraße ausgetrocknet. Grund dafür ist ein defekter Abfluss.

"Das Problem ist an einem technischen Abflussschieber am südlichen Comberg- Teich entstanden", verrät Holger Schubert auf Nachfragen der Redaktion. Der Sachgebietsleiter der Stadtentwässerung ist sich sicher, dass die Beschaffung des Spezialteils und die Beauftragung der Fachfirma einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Zeit, die dem 35 cm großen Goldfisch Nemo zum Verhängnis hätte werden können. Dieser wurde nach Leerlaufen des Beckens bereits am Freitag von Anwohnern entdeckt, wie er sich in einer kleinen Wasserpfütze mühsam am Leben hielt. Erst am Montagmorgen wurden jedoch harte Geschütze bezüglich Nemos Rettung aufgefahren. Anette Regenhardt und Dr. Jörg Siekmöller vom Bürgerverein Metzkausen setzten alles in Bewegung, um den nicht mehr ganz so kleinen Fisch zu retten. "Wir haben am Wochenende die Beschwerdestelle der Stadt kontaktiert und nochmals hinterher telefoniert", erinnert sich Regenhardt.

Beim Baubetriebshof stießen die engagierten Lebensretter schließlich auf Unterstützung. Gleich drei Herren rückten an, um Nemo zu befreien. Doch zunächst gab es Schwierigkeiten. "Einer der Mitarbeiter versackte im matschigen Teichboden und musste schließlich mit einem Seil herausgezogen werden", sagt Regenhardt. Nachdem das Problem anders angegangen wurde und eine Leiter als Trittschutz dienen konnte, befand sich Nemo - der seinen Namen von einem anwesenden Anwohnerkind erhielt - endlich in Sicherheit. "Jedoch mit einigen Blessuren. Der arme Fisch hat einen ordentlichen Sonnenbrand." Die Hoffnung, dass sich das Becken zeitnah wieder mit Wasser füllt, schwindet mit Blick auf die aktuellen Wettervorhersagen. "Wir haben eine Blase in den Abfluss eingebaut. Somit wollen wir das Ablaufen von kommenden Wasser verhindern", erklärt Schubert den aktuellen Sachstand.

Das Becken vorzeitig zu fluten wäre jedoch mit zu großem Aufwand verbunden. Die Feuerwehr müsste rund 20 Mal anrücken, um den Teich ausreichend mit Wasser zu befüllen. Nemo, der sein neues Zuhause im Teich von Anette Regenhardt gefunden hat, erholt sich nach Aussagen seiner Lebensretterin jedoch schnell. Nach nur drei Stunden schwimmt der fidele Goldfisch wieder munter durch die Gegen. Dank der aufmerksamen Anwohner der Kantstraße!

Update: Wie die Stadt mitteilt, hat der Stadtentwässerungsbetrieb einen Handwerker gefunden, der den Schaden am Abfluss schon am Montag beheben wird.

(Schaufenster Mettmann/TB)