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ME-Impulse stellte Ideen zur Revitalisierung der Einkaufsstraße in Metzkausen vor
Neues Konzept für die Florastraße?

Leerstand mitten in Metzkausen
Leerstand mitten in Metzkausen FOTO: TB
Mettmann. Bis vor wenigen Jahren war die Florastraße das zentrale Herzstück Metzkausens. Das nahgelegene Nahversorgungszentrum diente den Bürgern nicht nur zur Erledigung notweniger Einkäufe, sondern wurde vor allen Dingen für den Austausch genutzt. Das ist Vergangenheit.

"Der Nahversorger wird schmerzlich vermisst", sot Anette Regenhardt. Die Kassenwartin des Bürgervereins Metzkausens weiß um die "Trauer" der Metzkausener, dass mit dem Weggang des Lebensmittelmarktes Edekas sowie des Bäckers an der Florastraße ein wichtiger Standort der nahgelegenen Versorgung weggefallen ist. Versuche, für die rund 400 Quadratmeter große Ladenfläche neue Mieter zu finden, liefen bisher ins Leere. "Für einen normalen Filialist ist die Verkaufsfläche zu klein", sagte der mit dem Projekt betraute Immobilienmakler Jörg Alt während des Stammtisches des Bürgervereins Metzkausens über die problematische Situation in Metzkausen.

"Man hört überall, dass die Florastraße eine neue Belebung benötigt", ist sich Anette Regenhardt sicher und sie ist mit dieser Einschätzung nicht allen, Auch Ingo Grenzstein und Andreas Konrad, beide Vorstandsmitglieder von Mettmann Impulse, sehen das so. Sie waren als Gastreferenten vom BVM eingeladen worden und präsentierten ihre Ideen zur Florastraße. Ihr Vorschlag, das ehemals florierende Zentrum durch einen zukunftsweisenden Lebensmittelmarkt, der auf Nachhaltigkeit setzt, zu beleben, kam bei den rund 80 anwesenden Besuchern gut an. "Biologisch frische Produkte aus der Region könnten vor Ort verkauft werden", so Andreas Konrad. Auf Verpackungen solle dabei verzichtet werden. So können die Kunden im besten Fall ihre eigenen Taschen und Verpackungsmaterialien zum Einkauf mitbringen. 

Ein Vorreiter mit Monopolstellung könnte Metzkausen durch solch ein Konzept werden. "Das könnte auch für die Mettmanner interessant sein, die mit ihrem Besuch dann Metzkausen beleben würden", so Ingo Grenzstein. Die Idee von ME-Impulse sieht auch ein integriertes Café vor, um den Bürgern einen Ort des Austauschs zu bieten.

Der Vorsitzende des BVM, Gregor Neumann, sieht in solchen Ideen einen Hoffnungsschimmer. "Die Idee kann man als Grundstein für weitere Überlegungen sehen. Jetzt ist es an den Bürgern, den Vorschlag weiter voranzutreiben. Die Florastraße ist für Metzkausen enorm wichtig und es wäre schön, wenn sich jemand für die Realisierungen finden ließe", hofft Neumann. 

Für Anette Regenhardt stellt sich jedoch die Frage, was mit Produkten für den täglichen Bedarf geschehen soll. "Wo bekomme ich schnell Haarshampoo oder Toilettenpapier her. Dafür müsste man auch weiterhin die Wege in andere Märkte in Kauf nehmen." Und so sieht sie auch den Bürgerverein weiterhin in der Pflicht, eine Lösung zu finden. "In der Vergangenheit waren wir nicht untätig und haben bereits zahlreiche Gespräche mit möglichen Ladenbetreibern geführt. Wir müssen weiter hartnäckig bleiben."

(Schaufenster Mettmann/TB)