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Bürger wollen mitentscheiden

Bürger wollen mitentscheiden
Auch Bürger, die sich deutlich für die Sperrung aussprechen, nehmen an der Unterschriftenaktion der Werbegemeinschaft teil. Der Tenor ist deutlich: Wir wollen selbst entscheiden! FOTO: tb
Mettmann. Anlässlich des zweiten After-Work Events in der Fußgängerzone startete die Werbegemeinschaft Mettmann Impulse am vergangenen Freitag die angekündigte Unterschriftenaktion zum Thema Netztrennung.

(tb). Das Vorhaben, die Meinung der Bürgerschaft zu einer Bürgerbefragung zu filtern, verlief durchweg positiv. "Es kamen etliche Bürger bezüglich der Unterschriftenaktion auf uns zu", berichtet ME-Impulse Vorsitzender Axel Ellsiepen. Mit der Aktion soll noch keine Befragung in Gang gesetzt werden. "Wir wollen lediglich erfahren, ob die Bürger sich an einer solchen Bürgerbefragung beteiligen würden. Die Bürgerschaft Mettmanns soll und wird mit einer momentan beschlossenen Netztrennung die nächsten Jahre und Jahrzehnte leben müssen. Das sollte ihnen nochmals bewusst vor Augen geführt werden und sie sollten zu diesem Prozess auch ihre Stimme abgeben dürfen", so der Vorstand. "Eine Bürgerbefragung ist eines der stärksten demokratischen Mittel die wir haben." Die Meinungen der Anwesenden zum Thema Netztrennung waren unterschiedlich. Christa Heuer wünscht sich beispielsweise, dass besonders die Johannes-Flintrop Straße befahrbar bleibt.

"Ich bin direkte Anwohnerin und für mich ist die Netztrennung mit viel Fahrerei verbunden", so die Mettmannerin. Tina und Uwe Lange hingegen kennen die geplante Verkehrsberuhigung aus anderen Städten. "Hilden, Heiligenhaus und Velbert haben es geschafft, den Verkehr aus der Innenstadt herauszuhalten. Das muss doch auch in Mettmann möglich sein. Somit kann der Jubiläumsplatz auch attraktiv genutzt werden." Axel Ellsiepen freut sich besonders über die Unterschriften der Personen, die sich deutlich für eine Sperrung aussprechen. "Das beweist doch nur, dass alle Bürger gerne nach ihrer Meinung gefragt werden wollen. Hier geht es noch nicht um ja oder nein!" Mit einer dreistelligen Anzahl an Unterschriften konnte die erste Sammlung beendet werden. Für die kommenden sechs Wochen liegen die Listen noch in zahlreichen Geschäften aus.