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AWO gründet digitales Nachbarschaftsnetzwerk

Mettmann. Die Bewohner der Innenstadt von Mettmann und des Stadtteils Goldberg werden in den nächsten Tagen zu einem neuen, digitalen Nachbarschaftsnetzwerk eingeladen. Die AWO wird hierzu Einladungen an alle Haushalte in diesem Bereich verteilen. Auf der Einladung ist ein Zugangscode, der nur für diesen Bereich gilt.

Der AWO-Treff in der Innenstadt auf der Gottfried-Wetzel-Straße 8 möchte dieses Netzwerk allen Bewohnern dieser Stadtteile zur Verfügung stellen, damit sie sich über PC, Tablets und Smartphones untereinander austauschen können. Bisherige soziale Netzwerke wie Whatsapp ermöglichen nur die Kommunikation innerhalb bereits existierender Bekanntschaftskreise. Das neue digitale Nachbarschaftsnetzwerk soll jedoch einen einfachen Austausch mit den Nachbarn im gleichen Haus, in derselben Straße oder demselben Stadtviertel ermöglichen, auch wenn man sicg bisher nicht persönlich kennt.

Hierzu können sich die Nachbarn gegenseitig informieren - über Veranstaltungen, Hilfsangebote und Hilfsbedarf wie Nachhilfe oder Babysitten, das Tauschen oder Abgeben von Gegenständen, Interessantes und Wichtiges aus der Nachbarschaft. Eine wichtige Benutzergruppe sollen Senioren sein. Ihnen wird ein digitales Fenster in die Nachbarschaft geöffnet und es soll ihnen das Leben in der eigenen Wohnung erleichtern. Heute gibt es schon eine Vielzahl von Senioren, die das Internet nutzen.

Das PC-Café im AWO-Treff bietet dabei Unterstützung an, um am digitalem Nachbarschaftsnetzwerk teilzunehmen. Hierzu werden Beratungssprechstunden unter dem Titel "Senioren helfen Senioren" für die Anmeldung und Installation angeboten. In im Café angebotenen Kursen kann das notwendige Wissen über PC, Smartphone und Tablet erlernt werden.

Das Pilotprojekt ist auf die Stadtteile Stadtmitte und Goldberg begrenzt, damit Erfahrungen für ein solches Nachbarschaftsnetzwerk außerhalb von Großstädten gesammelt werden kann. Hierzu ist das Projekt als eines von nur 15 Modellprojekten in die Quartiersakademie des Landes NRW aufgenommen worden - aus über 40 Bewerbungen. Als Modellprojekt unter der Überschrift "Bürger vernetzen Nachbarschaften. Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel" bekommt die AWO die fachliche Unterstützung vom Ministerium Wohnen, Bauen und Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW über die nächsten zwei Jahre. Die Zielsetzung ist, dass dann ein funktionierendes digitales Nachbarschaftsnetzwerk für Mettmann-Mitte und anschließend in der gesamten Stadt existiert.

Die AWO wird dieses Nachbarschaftsnetzwerk in Abstimmung mit anderen Organisationen und Einrichtungen in Mettmann vorantreiben. Der Technologiepartner Good Hood GmbH aus Berlin stellt seine Plattform nebenan.de zur Verfügung. Das Netzwerk wird dem hohen deutschen Datenschutzstandard entsprechen und durch die Begrenzung auf Teilnehmer innerhalb der Nachbarschaft weitaus höhere Sicherheit als die anderen weltweiten sozialen Netze bieten. Die Initiatoren freuen sich über rege Beteiligung und möglichst viele Interessierte. Zu Auskünften und Hilfen sie immer gerne bereit. Weitere Informationen gibt es unter treff@awo-mettmann.de.

(Schaufenster Mettmann)