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Spendenschecks von der Sparkasse

Spendenschecks von der Sparkasse
Freuen sich über Spendenschecks aus dem Zweckertrag des PS-Sparens: Vertreter aus Vereinen und Organisationen mit Kreissparkassen Filialdirektor Thomas Döring. FOTO: RG
Mettmann. So viele fröhliche Gesichter wie bei der Verteilung der Schecks aus dem Spendentopf des PS-Sparens sieht Thomas Döring nicht jeden Tag. In diesem Jahr konnte der Chef der Mettmanner Filiale der Kreissparkasse 52 700 Euro an insgesamt 34 Einrichtungen verteilen.

Für die Verteilung der Spenden wählt die Kreissparkasse jährlich einen Schwerpunkt, mit dem sie für eine gleichmäßige Ausschüttung sorgen möchte. In diesem Jahr wurden Kinder- und Senioreneinrichtungen ausgewählt. "Es gibt Empfänger, die denken, dass eine Radiosendung sie auf den Arm nehmen will, wenn wir anrufen, um sie über die Spende zu informieren", erzählt Döring schmunzelnd während seiner Ansprache. "Viele Empfänger sind verwundert, weil sie sich nicht beworben haben oder um Spenden gebeten haben." Bei der anschließenden Verteilung der Schecks bittet er die Vertreter der Einrichtungen dann, kurz zu berichten wie sie das Geld verwenden wollen.

Neben verschiedenen Kitas und Senioreneinrichtungen gibt es auch wenige thematische Ausnahmen wie etwa die Freifunker, ME-Sport, den RV Edelweiß oder die BSC Shooters. Aufgrund der starken Regenfälle am Mittwochnachmittag können jedoch nicht alle ihre Schecks persönlich in der Kreissparkasse entgegennehmen.
Birgit Krohm, Schulleiterin der städtischen Gemeinschafsgrundschule Herrenhauser Straße, erzählt von der Vertonung des Schulliedes und dem Konzert mit dem Musiker Suppi Huhn in der Stadthalle.
Lutz Wulfestieg von den Mettmanner Freifunkern berichtet über den Ausbau des freien WLAN‘s in der Innenstadt mit Hilfe der Spende der Kreissparkasse und Mitteln aus dem Verfügungsfond.

Auf Thomas Dörings Nachfrage, ob auch die Flüchtlingsunterkünfte Freifunk erhalten, antwortet der Freifunker: "Wir haben zusätzlich bereits genügend Spenden für Router und Verkabelung für Flüchtlingsunterkünfte gesammelt. Was fehlt wäre ein Internetanschluss in den Häusern."

In einigen anderen Städten ist das durch eine Kooperation zwischen Freifunkern und betreuenden Organisationen, wie etwa Caritas, DRK oder AWO gelungen. ME-Sport möchte die Spende für die Kinder- und Jugendarbeit einsetzen. Thomas Rasch vom Caritas-Verband berichtet vom Projekt "Stromsparcheck", in dem Langzeitarbeitslose zum Energiesparberater ausgebildet werden und Haushalte mit geringem Einkommen beraten. Die Kita Rappelkiste für Kinder unter drei Jahren möchte mit der Spende ein 3D-Spiegelzelt und ein Aquarium anschaffen. "Sprechen Sie mich wegen des Aquariums nachher noch einmal an, ich hab noch eins abzugeben" , fordert Thomas Döring den Vorsitzenden der Elterninitiative Rappelkiste lachend auf. In den Montessori-Kindergärten stehen Renovierungen und Erneuerungen an und Fischers Fritzchen braucht einen Sandkasten für die Unter-Dreijährigen.

Dieser kleine Ausschnitt aus den Projektberichten zeigt wie willkommen die Spenden aus der beliebten PS-Lotterie sind. Ein Los kostet fünf Euro. Vier Euro davon werden auf einem Konto gespart und ein Euro ist der Spieleinsatz bei der Lotterie, bei der monatliche Gewinne zwischen 2,50 Euro und 250 000 Euro ausgeschüttet werden. 25 Prozent des Lotterieeinsatzes, also 25 Cent je Los, werden zur Förderung von Einrichtungen verwandt, die sich der Jugend-, Wohlfahrts- oder Kulturpflege widmen. Ein Hauptgewinn entfiel vor kurzem auf einen Bürger in Mettmann.

(Schaufenster Mettmann/Ria Garcia)