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Kraft macht Genossen Mut

Kraft macht Genossen Mut
Die Direktkandidaten der SPD im Kreis Manfred Krick, Jens Geyer, Elisabeth Müller-Witt und Volker Münchow (v.l.n.r.) mit Hannelore Kraft in der Neandertalhalle. FOTO: RG
Kreis. Hannelore Kraft stimmt die Genossen auf die bevorstehende Wahl ein und versucht unentschlossene Wähler zu überzeugen.

(RG) Fünf Tage vor der Wahl. Die Forschungsgruppe Wahlen sieht SPD und CDU gleichauf bei 32 Prozent, gefolgt von der der FDP mit 12 Prozent. Lindner prognostizierte tags zuvor in der Wahlarena eine große Koalition und bot sich als Dritte Kraft in der Landesregierung an, die bei gemeinsamen 64 Prozent keine dritte Kraft benötigt. Die Grünen liegen bei 7,5, Linke und AfD gleichauf bei 6 Prozent. Sonstige Parteien, zu denen auch die aktuell im Landtag vertretenen Piraten gehören, bei 4,5 Prozent.

Hannelore Kraft macht Wahlkampf bis zur letzten Minute und stärkt ihren Kandidaten vor Ort den Rücken. Am letzten Freitag in der Neandertalhalle in Mettmann mit den Direktkandidaten Manfred Krick, Jens Geyer, Elisabeth Müller-Witt und Volker Münchow. Sie ist Profi. Das merkt man ihr an. Geschickt moderiert sie die Veranstaltung zu der sich rund 200 SPD'ler aus dem Kreis und Besucher eingefunden haben. Mit #NRWIR im Einsatz vor Ort waren die SPD Kandidaten zu Punkten des Wahlprogramms unterwegs und haben direkte Erfahrungen gesucht. Krick hat ein Mehrgenerationenprojekt besucht, in dem Senioren altersgerecht wohnen und eine Kindertagesstätte für täglichen Kontakt zwischen Jung und Alt sorgt. Geyer hat sich bei den Johannitern ein Bild vom vielfältigen Einsatz der Ehrenamtler gemacht. Während die Direktkandidaten ihre Einsätze schilderten, durften Besucher Fragen auf Kärtchen notieren. Mit dem Versprechen, dass jeder eine Antwort erhält, bat man um Mailadressen, falls die Zeit der Veranstaltung nicht reicht.

"Warum sind Kitaplätze so teuer?" will ein Zuschauer wissen. Kraft erklärt, dass die Kitabeiträge aktuell von den Kommunen selbst festgelegt werden und deshalb in finanzschwachen Kommunen die Beiträge oft hoch sind, während reiche Kommunen zum Teil keine Beiträge erheben. Geht es nach der SPD sollen künftig pro Woche 30 Stunden Kitabesuch frei sein. Auch der Personalschlüssel solle sich verbessern. Auf die Frage, wie das alles finanziert werden soll entgegnet Kraft "Reiche sollen endlich die Steuern zahlen, die sie zahlen müssen." Zu einer Frage zur Kinderarmut erklärt sie, dass Armut vererbt wird und es um Kinder armer Eltern geht. Die SPD möchte Schluss machen mit sachgrundlosen Befristungen in Arbeitsverhältnissen. "Wir können doch nicht jungen Menschen am Anfang ihrer Karriere keinerlei klare Perspektive geben", führt sie dazu aus. Schließlich möchte ein Zuschauer wissen, warum Hannelore Kraft sich trotz der Vorkommnisse der Silvesternacht in Köln und des Falls Anis Amri vor Innenminister Ralf Jäger stellt und da wird Kraft richtig leidenschaftlich.

Sie erklärt, dass die Landesregierung vor Anis Amri im Gemeinsamen Terrorismusabwehrzentrum (GTAZ) gewarnt hätte, die von Amri ausgehende Gefahr jedoch herunter gestuft wurde und das Berliner LKA den vorzeitigen Abbruch der Überwachung vornahm, ohne die anderen Sicherheitsbehörden zu informieren. Wer unter Kraft arbeitet, muss nicht befürchten bei jedem denkbaren Anlass als Bauernopfer seine Stellung zu verlieren. Das strahlt Verlässlichkeit und Vertrauen aus. Das macht den Genossen Mut und stärkt den Zusammenhalt.

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