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„Die Attraktivität steigern“

„Die Attraktivität steigern“
Bürgermeister Thomas Dinkelmann begrüßt die rund 50 Besucher der Bürgerinformationsveranstaltung in der Neandertalhalle. FOTO: Stadt Mettmann
Mettmann. Die Stadtverwaltung informierte die Bürger über den Verkehrsentwicklungsplan im Foyer der Neandertalhalle.

Stadtverwaltung und Bürgermeister hatten die Mettmanner zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Fachbereichsleiter Kurt Werner Geschorec, Abteilungsleiter Dr. Stephan Kopp und Dr. Stefan Tetzner von der städtischen Verkehrsinfrastruktur sowie Dr.-Ing. Katja Engelen vom Aachener Büro für Stadt- und Verkehrsplanung, das die Stadt beauftragt hat, ein Konzept zur Verkehrsentlastung der Innenstadt zu erstellen, erläuterten den rund 50 Besuchern die bisherigen Ergebnisse der Planung.

Bürgermeister Dinkelmann erinnerte in seiner Begrüßung daran, dass mit den derzeitigen Arbeiten in der Breite- und Johannes-Flintrop-Straße die Zielgerade für die Verkehrsentlastung der Innenstadt endlich erreicht sei. "Seit 2005 ist darauf hingearbeitet worden", sagte er. Weitere Infoveranstaltungen sollen folgen, wenn es Neues zu berichten gibt, versprach der Bürgermeister. Nicht nur die Politik, sondern auch die Bürger sollen über alle Entwicklungen informiert werden, sagte Bürgermeister Dinkelmann. Unmittelbar nach der Neugestaltung der Straßen und der Netztrennung müsse der Jubiläumsplatz attraktiver gestaltet werden.

Der Verkehrsentwicklungsplan soll helfen, die Attraktivität und Erreichbarkeit der Innenstadt für alle Verkehrsteilnehmer zu fördern, die Stadt in ihrer Funktion als Wohn- und Wirtschaftsstandort zu stärken, die Straßenräume und das Stadtbild aufwerten und die Umweltbelastungen durch den Verkehr zu vermindern und die Verkehrssicherheit zu verbessern. Verkehrszählungen im Mai 2016 haben verdeutlicht, dass die Verkehrsbelastungen in der Stadt größtenteils von den Bürgern selbst verursacht werden, erklärte Dr. Engelen. Der Durchgangsverkehr macht gerade einmal 15 Prozent des Gesamtverkehrs in der Stadt aus. Der Rest der Verkehrs sei hausgemacht. Die Expertin empfahl deshalb, den Öffentlichen Personennahverkehr zu stärken, das Radwegenetz auszubauen und den Weg in die Stadt öfter mal zu Fuß und nicht mit dem Auto zurückzulegen. Nur so könne die Verkehrsmenge tatsächlich verringert werden.

Erste Maßnahmen des Verkehrskonzeptes, das längst noch nicht fertig ist, sehen eine deutliche Geschwindigkeitsreduzierung auf der Nordstraße sowie ein Durchfahrtsverbot von der Eichstraße rechts auf die Düsseldorfer Straße vor. Dort, so Dr. Engelen, sollten Autofahrer künftig nur noch nach links abbiegen dürfen. Einzelne Maßnahmen für andere Straßen werden von den Mitarbeitern des Aachener Büros noch erarbeitet.

Die Politik wird über den Verkehrsentwicklungsplan Mitte November im zuständigen Fachausschuss wieder beraten. Ein fertiger Entwurf, so die Zeitplanung, könnte Anfang 2018 fertig werden, so dass das Maßnahmenpaket zur zukünftigen Verkehrslenkung im kommenden Jahr vor den Sommerferien verabschiedet werden könnte.

(Schaufenster Mettmann)