Wenn der Körper zu schweben beginnt

Wenn der Körper zu schweben beginnt

Beim TSC Mettmann e.V. erlernt man das große Tauchsport-ABC.

Für Klaus Halbedel ist keine Sportart so entspannend wie das Tauchen. Seit mittlerweile 16 Jahren ist der Vorsitzende des Tauchsportclubs Mettmann bereits festes Vereinsmitglied. "Für mich bedeutet tauchen, dem Alltag zu entfliehen." Ebenso ergeht es Gerätewart Wilhelm Hanten, der auf eine über 30-jährige Vereinszugehörigkeit zurückblicken kann. "Dieses Gefühl zu schweben, ist mit nichts anderem vergleichbar."

Doch einfach die Sauerstoffflasche schnappen und ab ins Wasser geht natürlich nicht. Neulinge, aber auch erfahrene Taucher, können hier alles Wissenswerte über den Tauchsport erlernen und sogar den internationalen Tauchschein erwerben. In den Wintermonaten trainieren die Vereinsmitglieder wöchentlich, jeweils montags von 20.30 bis 21.30 Uhr, im Mettmanner Hallenbad. Im Sommer wird der teilgepachtete Baggersee in Leverkusen-Hitdorf angesteuert. "Theorie und Praxis ist gleichermaßen wichtig. Tauchen ist Physik und will erlernt werden", verrät Klaus Halbedel. Um sich Taucher nennen zu können, benötigt man mindestens einen internationalen Tauchstern. Dieser weist darauf hin, dass ein umfangreiches Basiswissen vermittelt wurde. "Anders als in Tauchschulen an Urlaubsorten gehen wir die Themen intensiver durch. Wir sind nicht auf Profit aus, sondern wollen den Mitgliedern ein sicheres Gefühl beim Tauchen vermitteln. Leichtsinnigkeit ist gefährlich und kann sogar tödlich sein. Der Kopf ist ein wichtiger Faktor beim Tauchen", erklärt Wilhelm Hanten. Je erfahrener und geübter der Taucher ist, desto mehr Sterne bekommt er. "Als souveränen Taucher darf man sich mit drei Sternen schmücken."

Trotzdem steht die Theorie beim Tauchsportclub Mettmann nicht im Vordergrund, denn der Spaß kommt nicht zu kurz. Gemeinsame Ausflüge und Aktionen stehen im Jahreskalender. "Wir waren schon mehrfach gemeinsam in Ägypten, denn die dortige Unterwasserwelt ist ein Paradies für Taucher und Schnorchler", schwärmt Klaus Halbedel. Auch ein Tauchturm in Berlin oder Belgien wurde bereits besucht. "Manchmal gehen wir auch einfach nur gemeinsam wandern. Dann aber um den Unterbacher See herum", so der Vorsitzende, dem das Wasser stets sehr wichtig ist. Die Abläufe während des Unterrichts sind nicht in Stein gemeißelt. "Es kann jeder machen, worauf er Lust hat und in welchen Bereichen er sich weiterentwickeln möchte. Manchmal spielen wir unter Wasser Fußball oder Rugby." Mitmachen darf, wer Spaß am geselligen Erlernen des Tauchsportes hat. Auch das Alter spielt dabei keine Rolle. "Wir haben auch schon ganzen Familien das Tauchen beigebracht. Es ist eine Sportart für Jung und Alt." Der TSC Mettmann verfügt über ein umfangreiches Tauchequipment, das im Keller des Hallenbades gelagert wird.

Regelmäßige TÜV-Abnahmen und Lehrgänge sind für Wilhelm Hanten, der sich der Pflege und Wartung der Gerätschaften angenommen hat, jahresfüllende Aufgaben. "85 Stunden bin ich für die Geräte im Einsatz." Der Nachwuchs macht übrigens keine Probleme, es gibt genug Jungtaucher. 70 Mitglieder zählt der TSC Mettmann insgesamt. "Rund 20 bis 30 Mitglieder nehmen aktiv an den Trainingseinheiten teil." Für Interessierte und Tauchbegeisterte ist allerdings immer Platz.

Näheres zum Verein unter www.tsc-mettmann.de.

(Schaufenster Mettmann)
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