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„Intelligent investieren“

Kreis. Gesund in der Region beschäftigt sich im Kontext der Niedrigzinsphase mit der Altersvorsorge. Versicherungsexperten Marcus H. Rexfort gibt Auskunft.

"Wer sein Geld dem Staat anvertraut muss bei Bundesanleihen einen Anlagehorizont von über acht Jahren mitbringen um nicht noch Geld für diese Anlageform an den Staat zu bezahlen. Wo keine Rendite ist, können klassische Lebensversicherungsprodukte, welche gezwungen sind in sichere Anleihen zu investieren auch keine für Ihre Kunden bereitstellen. Die Markthistorie jedoch belegt, dass die Finanzmärke schon immer funktioniert haben und die Investoren eine positive Rendite für Ihr Anlagekapital erhalten haben.
Für jeden Einzelnen gilt es sich Klarheit über seine persönliche Anlagestrategie zu verschaffen. Wer eine Wette z.B. auf steigende Rohstoffpreise, dem Internetboom oder die Expansion von Schwellenländern abschließt spekuliert. Das verbietet sich an sich bei der Altersvorsorge.

Das Problem vieler aktiv gemanagter Fonds ist es, das diese Ihre 'Wette' verlieren und somit unterhalb der jeweiligen Benchmark performen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass ein passiv gemanagter Fonds, der einen Index, also einen Markt nachbildet besser und zudem wesentlich kostengünstiger läuft. Es gilt die Kosten einer Anlage so gering wie möglich zu halten, damit diese die erwirtschaftete Rendite nicht wieder aufzehren.
Wer also in 'ETF´s' (Exchange Trades Funds) investiert hat schon mal die Kosten gut im Griff. Besser ist es jedoch auch hier, wenn eine Überrendite erzielt wird. Dies kann durch Diversifikation – also die Aufteilung in verschiedenen Anlagen mit unterschiedlicher Gewichtung erfolgen. Wir bewegen uns somit in einen aktiv gemanagten 'Passivfonds', was in diesem Fall kein Wiederspruch ist.

Wer seine Altersvorsorge in einer Fondspolice anspart sollte natürlich bei Vertragsabschluss ein professionelles Ablaufmanagement vor Rentenbeginn mit vereinbaren. Hierdurch werden Anlagegelder in sichere, dafür weniger ertragreiche Anlagen umgeschichtet. So kann ein Börsencrash kurz vor Renteneintritt wenig Schaden anrichten." Doch wozu wird bei dieser Anlageform überhaupt noch eine Versicherung benötigt?
"Der Versicherungsmantel bietet viele Vorteile. Zum Einen sind Fondswechsel hier kostenfrei möglich", sagt Marcus H. Rexfort. "Zum Anderen werden die Gewinne thesaurierend angesammelt und es gilt die vorteilhafte Ertragsanteilbesteuerung. Zusätzlich kann eine Beitragsbefreiung für den Fall einer Berufsunfähigkeit mit vereinbart werden, sodass der Sparprozess vom Versicherer für den Kunden fortgeführt wird. Der wichtigste Grund ist jedoch der lebenslange Zufluss an liquiden Mitteln in Form einer Rente."
 Und warum interessieren sich Fondsgesellschaften und Emissionshäuser für Versicherungskunden?
 "Der Versicherungskunde ist in der Regel sehr lange und wenig emotional investiert. Er weiß um die Vorteile eines durchgängigen Ansparprozesses. Er gewinnt ein Mehr an Anteilen bei Kursverlusten und freut sich über den Mehrwert dieser Anteile bei Kursgewinnen", sagt Rexfort. "Er will nicht spekulieren sondern einfach eine auskömmliche Rente im Alter erhalten. Was ihm fehlt ist eine wissenschaftliche Anlagestrategie. Aber da kann ein aufgeklärter Berater sicherlich helfen."

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