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Myom-Zentrum bietet innovatives Behandlungsspektrum

Myom-Zentrum bietet innovatives Behandlungsspektrum
FOTO: EVK Mettmann
Mettmann. Unterschiedliche Therapieansätze zur Myomentfernung schaffen Abhilfe. Das Myom-Zentrum im EVK Mettmann hat sich auf die Behandlung der lästigen Tumore spezialisiert und bietet individuell angepasste Verfahren für seine Patientinnen.

Herr Dr. Stock, Sie planen innerhalb Ihrer Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe in Kürze den Start eines Myom-Zentrums im EVK Mettmann. Was ist denn eigentlich ein Myom?

Ein Myom ist ein gutartiger Muskelknoten der Gebärmutter. Diese Myome können in einigen Fällen jedoch Beschwerden machen, z. B. starke oder häufige Regelblutungen, Schmerzen oder manchmal sogar auch Unfruchtbarkeit. Außerdem kann die Gebärmutter z. T. erheblich vergrößert sein.

Wenn es im EVK Mettmann bald extra ein Zentrum geben wird, dann scheint es ja Bedarf an einer spezialisierten Behandlung zu geben. Wie viele Frauen leiden denn an einem Myom?

Myome kommen bei Frauen sehr häufig vor, je nach dem bei bis zu jeder Zweiten. Nicht jedes Myom ist aber behandlungswürdig. Da es aber mittlerweile zahlreiche Behandlungsmöglichkeiten gibt, ist hier eine differenzierte Beratung und spezialisierte Therapie erforderlich. Wir wollen im Rahmen einer spezialisierten Myom-Sprechstunde ein Beratungs- und Zweitmeinungsangebot an Patientinnen und Frauenärzte machen, um den unterschiedlichen Ansätzen vor dem Hintergrund der individuellen Befunde und Wünsche Rechnung zu tragen. Solche Myom-Sprechstunden sind bisher noch nicht weit verbreitet, deshalb wollen wir hier am EVK in Mettmann regionaler Ansprechpartner sein.

Impressionen Myom-Zentrum FOTO: EVK Mettmann

Nun kommt eine Patientin mit einem Myom ins Krankenhaus: welche Therapien werden bisher klassischer Weise angeboten?

Vielfach ist immer noch die Gebärmutterentfernung die am häufigsten durchgeführte Operation. Allerdings ist das gar nicht immer notwendig oder manchmal ja auch gar nicht möglich, beispielsweise bei Kinderwunsch. Wir am EVK bieten ja seit Jahren schon im Rahmen unseres MIC-Zentrums Bergisches Land alle operativen Formen der Behandlung an, darunter sowohl organerhaltende Myom-Entfernungen oder verschiedene Formen der Gebärmutterentfernung! Und das nahezu immer ohne Bauchschnitt. Mittlerweile existieren aber auch andere Behandlungsformen, z. B. sogenannte Embolisationen. Dabei werden durch einen kleinen Katheter in der Leistenarterie die Blutgefäße der Gebärmutter aufgesucht und verschlossen. Dadurch werden große Myome z. T. deutlich kleiner. Ein anderes Verfahren ist die Hitzeverkochung (hochfokussierter Ultraschall, HiFu) einzelner Myome durch Ultraschall. Diese beiden Verfahren werden von Radiologen angeboten, allerdings ist das nicht sehr weit verbreitet.

Wie wird dann die Behandlung im Myom-Zentrum des EVK Mettmann zukünftig aussehen?

Wir verstehen uns als Beratungs- und Koordinationszentrum und operativen Schwerpunkt für alle Fragen und Beschwerden, die durch Myome ausgelöst werden. Im Rahmen unserer Myom-Sprechstunde werden die Patientinnen untersucht und ergebnisoffen beraten. Kommen wir zum Ergebnis, dass für die Patientin eines der genannten radiologischen Verfahren am besten geeignet ist, organisieren wir die Vorstellung im Institut für Radiologie an der Universitätsklinik in Köln. Diese bietet als eine von nur 2 Einrichtungen in NRW beide radiologischen Verfahren unter einem Dach an. Durch meine engen Kontakte dorthin aus meiner Zeit in Frechen, ist diese Kooperation möglich geworden, so dass unsere Patientinnen dort vorrangig eingeschleust werden können. Alle operativen Maßnahmen erbringen wir natürlich wie bisher hier vor Ort am EVK in Mettmann, und das, wie gesagt, oft organerhaltend und ohne Bauchschnitt. In diesem Bereich ergänzt sich dann das Myom-Zentrum hervorragend mit dem etablierten MIC-Zentrum Bergisches Land, das seit 2 Jahren DIN ISO zertifiziert ist.

Der Vorteil wird also zukünftig sein, dass die Patientinnen noch einen weiteren Baustein der Behandlung erhalten können und Myome nicht zwingend operativ entfernt werden, sondern mittels Ultraschall eliminiert werden?

In geeigneten Fälle ja. Das ist sicherlich kein Verfahren für jede Patientin. Der Behandlungserfolg hängt von der Lage und Anzahl der Myome ab. Allerdings handelt es sich bei der Ultraschallbehandlung um einen Baustein, der in ein modernes spezialisiertes Beratungsgespräch hineingehört und den wir nun anbieten können.

Ab wann wird die Sprechstunde im EVK Mettmann zur Verfügung stehen?

Wir wollen am 1. August beginnen, die Vorbereitungen dafür sind fast abgeschlossen. Organisatorisch läuft das so ab, dass die Patientinnen sich mit Überweisung vom Frauenarzt in unserem Sekretariat einen Termin zur Myom-Sprechstunde geben lassen. Der Rest läuft dann automatisch. Außerdem wollen wir auch in Fragen der Myom-Beratung und - Behandlung transparent mit Qualität umgehen und eine Zertifizierung nach DIN ISO vornehmen lassen. Schließlich soll das Ganze nicht ein Etikett sein, sondern einen direkten Mehrwert für die betroffenen Frauen haben.

Wir danken Dr. med. Clemens Stock, Chefarzt der Gynäkologie & Geburtshilfe am EVK Mettmann, für das Gespräch.

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