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Mr. Fußball feierte seinen 75. Geburtstag

Mr. Fußball feierte seinen 75. Geburtstag
So kennt und mag man Maik Frey in Mettmann: Gut gelaunt sitzt er häufig in einem der Innenstadtlokale und klönt mit seinen vielen Freunden. FOTO: FF
Mettmann. Maik Frey ist ein Unikum und wenn man seinen Bariton schon von Weitem hört, hat man direkt gute Laune. Mettmanns "Mr. Fußball" ist jetzt 75 Jahre alt geworden. Das wurde "Auf dem Pfennig" groß gefeiert.

Ist das Wetter schön, ist Maik Frey mit Sicherheit in der Innenstadt anzutreffen und tauscht mit seinen vielen Bekannten und Freunden lustige Dönekes aus. Gesprächsstoff gibt es genug, denn Frey hat als Spieler, Trainer, Betreuer und Manager die Fußballlandschaft der Kreisstadt seit Jahrzehnten mitgeprägt. "Wo sind die Jahre nur geblieben?", fragt sich Maik Frey, der sich mittlerweile vom Fußball zurück gezogen hat. Doch Langeweile kommt nicht auf: mit Ehefrau Hannelore, mit der er seit 54 Jahren verheiratet ist, geht es "vier- bis fünfmal im Jahr" in den Urlaub, die "Hütte" hat er verkauft und das Ehepaar Frey wohnt jetzt zentral in einer schönen Wohnung. "Ich habe noch gut was für das Haus bekommen und meine Töchgter Birgit und Cornelia sowie Sohn Thomas können immer auf ihren Papa zählen."

Man hört es, Maik Frey geht es gut, er genießt das Leben und der Fußball ist für den Schalkeanhänger so weit weg wie eigentlich noch nie zuvor in seinem Leben. "Ich habe mir den Ruhestand jetzt einfach verdient." Ihn als rüstig zu bezeichnen, passt eigentlich nicht, denn das ist ein viel zu betuliches Wort, um Maik, der als Heinrich Frey geboren wurde, zu beschreiben. "Cool" passt da schon eher und vielleicht liegt darin auch das Geheimnis, warum Maik Frey bei den jungen Kickern immer so beliebt war.

Angefangen hat er als Aktiver im Mittelfeld und später im Tor bei den Sportfreunden 28. Die Trainerlaufbahn begann für Maik beim Mettmanner SC (MSC) in den Jugendteams, bevor er dann irgendwann die zweite Mannschaft übernahm. Doch viel wohler fühlte sich Maik Frey eigentlich immer eher im Hintergrund. Als Obmann erlebte er die beste Zeit des MSC in den 80er Jahren, als der Verein bis in die Landesliga aufstieg. Auch heute noch schwärmt er von der Kameradschaft damals. "Da blieben alle Spieler nach Training und Spiel im Vereinsheim oder wir gingen zusammen in die Kneipe, von den tollen Mannschaftstouren ganz zu schweigen." Mit der Zeit wurden diese Abende jedoch immer seltener, eine Entwicklung, die Maik Frey sehr kritisch sieht. "Heute sitzen die Spieler auf heißen Kohlen und sind sofort in ihrem Auto und weg." Versuche, Kameradschaft und Zusammenhalt quasi "per Dekret" zu erzwingen, waren nicht erfolgreich. "Man kann die Uhr nicht zurück drehen, heute haben die Spieler einfach keine Zeit mehr. Das war früher schöner", so Maik Freys Resumee.

Nach einigen anderen Stationen landete Frey dann irgendwann bei "den Türken" wie er den ASV Mettmann, ehemals "Atatürk", immer noch liebevoll nennt. Und dort erlebte er als Sportlicher Leiter, gemeinsam mit dem Vorsitzenden Musa Ibis und Trainer Michael Kirschner die erfolgreichste Zeit seiner Karriere. Vor gut zwei Jahren gipfelte die fruchtbare Zusammenarbeit im Aufstieg in die Landesliga. "Das hat einfach funktioniert mit uns", sagt der Jubilar, den die aktuelle Entwicklung beim ASV sehr traurig stimmt. Sein Herzensclub bereitet ihm große Sorge. "Was Musa, Michael und ich aufgebaut haben, scheint alles innerhalb von anderthalb Jahren kaputt zu gehen."

Der Abstieg im Sommer, der Abschied von Michael Kirschner, die vielen Spielerwechsel und die aktuellen sportlichen Leistungen sind für Frey keine gute Entwicklung. "Der ASV hat mich gefragt, ob ich noch einmal helfen möchte, doch für mich ist es jetzt einfach Zeit, aufzuhören. Ich drücke aber fest die Daumen, dass es wieder bergauf geht!" Mit vielen Weggefährten vom ASV ist Frey immer noch befreundet.

Das konnte man auch am Samstag sehen als die große Geburtstagsparty auf der Anlage des ASV für feuchte Augen beim Jubilar sorgte. Um die 100 Freunde, Bekannte, Weggefährten und Familienangehörige ließen Maik Frey hoch leben. Klaus Niederdrenk, Jürgen Radfeld, Hakan Yancinkaya, Seyfettin Özlük, Musa Ibis, Dietmar Grabotin, Dennis Topp, Gerd "Huppes" Winter, Friedhelm Kawohl, Jochen Brakonier, Bernd Schniering, Frank Rekauzke, Jürgen Gohr - um nur ein paar Namen zu nennen, ließen es sich nicht nehmen, Maik persönlich zu gratulieren. Und so ging die Feier, musikalisch von Bernd Schönfeld, dem Sänger von "Willenlos", untermalt, bis morgens um drei. Auch wir gratulieren Maik Frey ganz herzlich!

(Schaufenster Mettmann/FF)

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