| 15.06 Uhr

"Neues NRW-Jagdgesetz praxisgerecht und fair"

Kreis. "Dringend erforderlich, entschlossen und fair" – so hat Ralph Müller-Schallenberg den heute von der Landesregierung vorgelegten Entwurf für ein neues Landesjagdgesetz kommentiert.

 

Der Präsident des Landesjagdverbandes Nordrhein-Westfalen dankte der Landesregierung von CDU und FDP unter Ministerpräsident Armin Laschet und der zuständigen Ministerin Christina Schulze Föcking. "Sie haben zügig und mit großer Entschlossenheit den Entwurf für ein modernes und praxisorientiertes Jagdrecht in Nordrhein-Westfalen vorgelegt und damit Wort gehalten, auch wenn über einige Themen noch im Detail gesprochen werden muss", sagte Müller-Schallenberg.

Der Jägerpräsident wies darauf hin, dass mit der Landtagswahl vor einem Jahr nicht nur die alte rot-grüne Landesregierung, sondern gerade auch deren stets heftig umstrittenes Landesjagdgesetz abgewählt worden war. Jetzt bestehe die Chance, Land und Leute wieder ohne ideologische Voreingenommenheit angemessen zu respektieren und die Eigenverantwortung ohne Bevormundung zu stärken. Ministerin Schulze Föcking setze beim Landesjagdgesetz konsequent um, was die Regierungsparteien vor der Landtagswahl versprochen haben. "Das ist fair, entspricht demokratischen Grundsätzen und hat politische und persönliche Anerkennung verdient", sagte Müller-Schallenberg.

 "Wir Jäger leisten viel für Natur und Gesellschaft. Vom Erhalt eines gesunden, artenreichen, den Naturräumen angepassten Wildbestandes über Biotopverbesserungen bis hin zum unermüdlichen Einsatz bei Wildunfällen. Es ist Aufgabe der Politik, positives Engagement zu fördern und nicht zu behindern", sagte Müller-Schallenberg. Bereits in den vergangenen Monaten habe das NRW-Umweltministerium über Verordnungen und Erlasse Jagd und Jäger in ihren Aufgaben gestärkt, nachdem die vor allem jagdpraktischen Mängel des aktuellen Landesjagdgesetzes immer offensichtlicher geworden waren.

Jetzt komme es auf eine zügige Beratung und Verabschiedung des Gesetzes an. Daran werde sich der Landesjagdverband engagiert und im Vertrauen auf die klaren Ansagen der Regierung und der sie tragenden Parteien und Fraktionen beteiligen. Er zeigte sich zuversichtlich, dass das gegen den Widerstand des gesamten ländlichen Raumes verabschiedete Landesjagdgesetz wieder "vom Kopf auf die Füße" gestellt und praktischen Erfordernissen gerecht wird. Das müsste nach Ansicht Müller-Schallenbergs auch die SPD mittragen können, die ohne große Begeisterung aus Koalitionsräson dem Vorhaben ihres früheren grünen Regierungspartners im Jahr 2015 zugestimmt habe.

(Schaufenster Mettmann)

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