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Heiligenhauser flieht vor Motorradpolizisten in Mettmanner Spielhalle
Zugedröhnt und mit Diebesgut auf "geliehenem" Roller unterwegs

Mettmann. Am Samstagmorgen  führte ein Motorradpolizist ab 10 Uhr Kontrollen auf der Johannes-Flintrop-Straße in Mettmann, in Höhe der Einmündung Poststraße, durch.

Gegen 10.25 Uhr befuhr ein 35-jähriger Heiligenhauser mit einem Motorroller die Poststraße und bog von dieser verbotswidrig, entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung, nach rechts in die Johannes-Flintrop-Straße ein. Als der Polizeibeamte den Rollerfahrer zum Anhalten aufforderte, gab dieser Gas. Der Polizist nahm sofort die Verfolgung auf, die zunächst über die Schwarzbachstraße führte. Dort bog der Rollerfahrer entgegen der Einbahnstraßenführung in die Adlerstraße ein. Im oberen Bereich der Adlerstraße endete die Flucht des 35-Jährigen, als er auf den linken Gehweg fuhr, an dessen Ende in einem Engpass mit einer Wand kollidierte und deshalb stürzte. Doch damit nicht genug...

Der Rollerfahrer ließ das Gefährt samt eines mitgeführten Rucksacks einfach auf dem Gehweg liegen und rannte in die Lutterbecker Straße, um sich dort einer Spielhalle zu verstecken. Aufmerksame Bürger gaben dem Polizisten jedoch den richtigen Hinweis, woraufhin der Flüchtige in der Spielhalle festgenommen werden konnte.

Bei der späteren Klärung des Sachverhaltes stellte sich heraus, dass der 35-jährige Mann Drogen genommen hatte und keinen Führerschein besaß. Zudem hatte er den Roller von einer Bekannten ohne deren Wissen "ausgeliehen". Im zurückgelassenen Rucksack wurden diverse elektronische Geräte aufgefunden und sichergestellt, die sich als Diebesgut herausstellten. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu deren genauer Herkunft dauern an. Auch der Motorroller wurde sichergestellt. Die ärztliche Entnahme einer Blutprobe bei dem Beschuldigten wurde angeordnet und durchgeführt. Ihn erwartet nach Anzeigenerstattung der Mettmanner Polizei nun ein etwas umfangreicheres Strafverfahren.

(Schaufenster Mettmann)