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Die GVM brachte den Jazz in die Kulturvilla

„Sounds like a Trio“ in der Kulturvilla
„Sounds like a Trio“ in der Kulturvilla FOTO: GVM
Mettmann. Beim zweiten Versuch der Gesellschaft Verein zu Mettmann e.V. (GVM- Gründungsmitglied des Kuturvilla e.V.), den Jazz nach Mettmann in die Kulturvilla zu bringen, präsentierte das deutsch-niederländische Trio "Sounds like a Trio" sein Konzertprogramm "Brubeck, Mulligan and beyond". 

 

Das Trio des weltberühmten Pianisten Dave Brubeck trat von 1968-1972 regelmäßig mit dem amerikanischen Baritonsaxophonist Gerry Mulligan auf. Sie nahmen die Alben "Live at Berlin Philharmonie" und "Compadres" mit Mulligan als Gastsolist auf. "Sounds like a Trio" ließ die Musik dieser beiden bedeutenden, stilbildenden Musiker nun wiederaufleben. Im Programm "Brubeck, Mulligan and beyond" spielte das Trio Kompositionen von Brubeck und Mulligan aber nicht als verstaubtes Museum sondern in neuen, frischen Arrangements.  Hinzu kamen Stücke aus dem Repertoire des Brubeck/Mulligan Quartetts von Leonard Bernstein und Duke Ellington.

Komplettiert wurde das Programm mit Musik des Miles Davis Saxophonisten Jimmy Heath und mit Kompositionen die der Pianist Michael Kotzian, beeinflusst durch südamerikanische Musik, für "Sounds like a Trio" schrieb.  Swing und Jazz in der Tradition von Brubeck und Mulligan, melodische Themen, virtuose Soli, raffinierte Rhythmen in ungewöhnlichen Taktarten und Polirythmik all das ist "Brubeck, Mulligan and beyond".  Im Konzert des Trios, in der ungewöhnlichen Besetzung ohne Schlagzeug und neben dem Tenorsaxophon, mit dem seltenen Baritonsaxophon, entwickelte die Musik ein Swinggefühl, das sich von den Musikern auf das Publikum übertrug. Dem bekannten Duke Ellington Motto folgend: "It don‘t mean a thing, if it ain‘t got that swing".  Zwischen den Musikstücken stellten Michael Kotzian Dave Brubeck und Arjen van El Gerry Mulligan als Musiker und Menschen vor und führten, angenehm auflockernd, durch Leben und musikalische Aktivitäten der beiden.

"Michael Kotzian, Arjen van El und Konstantin Wienstroer begeisterten die Zuhörer mit Jazz zum größten Teil aus der Feder des Bandleaders Michael Kotzian. Während Kotzian den Flügel in mitreißende Schwingungen versetzte, ließ Arjen van El sein mehr als 60 Jahre altes Selmer Saxophon, oder sein Baritonsaxophon in beeindruckender Weise sprechen und singen. Ebenso grandios agierte Konstantin Wienstroer am Kontrabass. Seine mit brillanter Fingerfertigkeit gespielten Soli und Duette waren berauschend.

Die Zuhörer ließen das Trio nur nach einer improvisierten Zugabe von "Take five" von der Bühne. Ein überaus ansprechender und gelungener Konzertabend! www.gvm-me.de

(Schaufenster Mettmann)