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Bürgermeister gratuliert Ehepaar Koller zum 60. Hochzeitstag

Bürgermeister gratuliert Ehepaar Koller zum 60. Hochzeitstag
Frieda und Johann Koller freuten sich herzlich über den Besuch von Bürgermeister Thomas Dinkelmann und dem ersten stellvertretenden Landrat Michael Ruppert (r.). FOTO: Kreisstadt Mettmann
Mettmann. Glücklich und zufrieden sind Frieda und Johann Koller, obwohl ein schweres und entbehrungsreiches Leben hinter ihnen liegt. Heute feierte das Ehepaar Diamantene Hochzeit. Zu ihrem 60. Hochzeitstag gratulierten Bürgermeister Thomas Dinkelmann und der erste stellvertretende Landrat Michael Ruppert dem Jubelpaar.

Im März 1958 hatten Frieda und Johann Koller in der kasachischen Stadt Alma-Ata geheiratet. An eine kirchliche Hochzeit war damals nicht zu denken. Deshalb trat das Ehepaar, nachdem es in Mettmann angekommen war, in der St. Thomas Morus-Kirche vor den Traualtar.

Im Jahre 1990 sind Frieda und Johann Koller mit ihren zwei Kindern, der Schwiegertochter sowie Enkelkindern und der Mutter von Frieda Koller als Aussiedler von Kasachstan nach Deutschland ausgereist. Nachdem sie zunächst in Lagern in Bramsche und Unna-Massen untergebracht waren, ging es für sie nach Mettmann weiter. Dort lebte bereits eine Tante von Frieda Koller. Bis die Familie eine Wohnung beziehen konnten, waren sie in der Turnhalle des Heinrich-Heine-Gymnasiums untergebracht.

Kenngelernt hat sich das Paar in Kasachstan. Dorthin hatte es Frieda Koller mit ihrer Mutter nach ihrem Zwangsaufenthalt in Sibirien gezogen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war sie mit ihrer Familie von der Wolga ins ferne Sibirien zwangsübersiedelt worden.

1957 durften sie aus dem kalten Osten nach Alma-Ata ins warme Kasachstan. "Dort haben mein Mann und ich uns kenngelernt. Es war Liebe auf den ersten Blick", sagt Frieda Koller und lächelt. Auch er ist Russland-Deutscher. Ein Jahr später heiratete das Paar, gründete eine Familie und baute ein großes Haus. In Alma-Ata lebte die Familie so lange, "bis die Kasachen keine Deutschen mehr haben wollten", erinnert sie sich. Mit dem, was sie tragen konnten, reisten sie nach Deutschland aus und fanden in Mettmann ein neues Zuhause.

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