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Der Mann, den sie „Kontrolleur“ nennen

Der Mann, den sie „Kontrolleur“ nennen
Alex Baur ist der Mann, der beim Schaufenster Mettmann dafür sorgt, dass Sie, liebe Leser, Ihre Zeitung auch bekommen! FOTO: FF
Mettmann. Alex Baur ist ein echtes Unikat. Der Vertriebskontrolleur ist ein bekanntes Gesicht in Mettmann. Und das nicht ohne Grund. Immerhin arbeitet er seit mittlerweile 25 Jahren für das Schaufenster Mettmann.

Und dabei kommt der passionierte Schalke- und Fortuna-Düsseldorf-Fan mit seinem auffälligen Chrysler ganz schön in der Stadt herum. Schließlich muss er dafür sorgen, dass die Mettmanner ihr Schaufenster auch regelmäßig jeden Mittwoch in den Briefkasten geliefert bekommen. "Ich liebe meinen Job, doch ganz einfach ist die Arbeit natürlich nicht", sagt Alex Baur. "Meine Kollegen und ich geben jede Woche alles, doch es ist mitunter diffizil, alle zufrieden zu stellen, die Leser auf der einen Seite, die Boten auf der anderen." Dabei sind seine Aufgaben weit gefächert.

Neben jeder einzelnen Reklamation, der Alex Baur individuell nachgeht, muss er die Boten in ihre Aufgaben einweisen, sie schulen, auf Zustellverbote hinweisen und die Ablagestellen des Schaufensters kontrollieren. "Am Mittwoch beginne ich morgens um 8 Uhr und nicht selten ist der Arbeitstag erst um 20 Uhr zu Ende."

Alex Baur machen seine Aufgaben Spaß, denn er hat ständig mit Menschen zu tun. Für einen kontaktfreudigen Menschen wie ihn absolut passend. Und das Wichtigste: Der Kontrolleur steht voll hinter seinem Titel. "Das Schaufenster Mettmann ist die Nummer 1 in der Stadt. Wir sind das Nonplusultra, geben jede Woche alles!"

Und da zeigt man doch umso lieber den vollen Einsatz. Und die lustigste Reklamation hat er auch noch parat. "Da war einmal ein älterer, netter Herr, der kam sechs Wochen hintereinander jeden Mittwoch in die Geschäftsstelle und reklamierte das fehlende Schaufenster. Ich bin der Sache nachgegangen, habe alles geprüft und die Zeitung wurde garantiert in seinen Briefkasten gesteckt. Doch bekam er sie nie zu Gesicht." Nach den erwähnten sechs Wochen tauchte der Senior wieder beim Schaufenster auf. "Er sagte uns dann, er wisse jetzt, woran es liege. 'Meine Frau hat das Schaufenster immer sofort gelesen und danach direkt in den Papierkorb geworfen. Tut mir leid!'" Und Alex Baur lacht laut auf. Humor hat der Mann eben auch. Und ein Anliegen: "Ich wünsche mir, dass man die Leistung der Boten, die bei Wind und Wetter im Namen des Schaufensters unterwegs sind, entsprechend auch einmal würdigt", sagt Alex Baur. "Denn die Boten sind es, durch die die Leser jede Woche ihr Schaufenster lesen können!"

(Schaufenster Mettmann/FF)